Archiv für Juli 2005

Depressiv

Ob es so einem depressiven Mensch geht? Ich hab mal eine kleine „Geschichte“ geschrieben.

Müdigkeit, Lustlosigkeit und ständige Stimmungsschwankungen begleiten einen durch den Tag. Kann ich mir das Baguette leisten, das sieht so appetitlich aus, wie es da liegt, mit Käse und Schinken, frischem Kopfsalat und Majonaise. Nein Ich kann es mir nicht leisten, es ist zu teuer, ich bin eh zu dick. Ich muss abnehmen, ich bin nicht der/die SchönsteR. Es sieht aber so lecker aus. Ich kann es mir nicht leisten, ich habe keinen Job. Ich muss die Miete bezahlen können, sonst kommt Herr Müller wieder. Nein ich möchte nicht schonwieder mit Herrn Müller darüber reden, das ich die Miete nicht zahlen kann. Er muss doch denken wie erbärmlich ich bin, da auf meinem alten Bett sitzend. Ich bringe mich am besten um, dann habe ich endlich keine Sorgen mehr, ich bin befreit. Der Tod befreit mich, ganz sicher. Ich hab Angst vorm Tod, was wird mit mir sein? Ich werde verbrannt, ich bin doch nur Sozialhilfeempfänger, Hartz IV. In eine Urne komme ich, in ein kleines Grab, das verwuchert. Ich werde vergessen, mich liebt niemand, ich habe keine Freunde die weinen könnten. Warum schaut der Mann mich im Supermarkt so an, ich sehe hässlich aus, das weiß ich doch. Schaut er auf meine verheulten Augen, auf meine Augenringe die ich tagtäglich strapaziere, weil ich nicht schlafen kann. Er denkt bestimmt das ich Drogen nehme, so wie ich aussehe, wie jemand der Drogen nimmt. Wieso bin ich in den Supermarkt gegangen, ich weiß das ich es nicht schaffe. Dr. Meinerz hat es mir doch gesagt, ich soll gehen. Er hat nicht Recht, ich schaff es nicht. Die Blicke, die Gedanken. Warum mache ich das, er ist doch nur Arzt, er weiß doch gar nicht was die Leute denken. Was sie von mir halten. Ich gehe jetzt nach Hause, ich muss nur noch an der Kassiererinn vorbei, nur noch 100m die Straße runter und dann links. Ich hoffe das Frau Schmitz nicht im Treppenhaus ist, sie würde mir über ihre Kinder erzählen, wie süß sie doch sind. Ich kann das nicht, dieses getue. Dieses erbärmliche getue. Sie ist nicht glücklich, das kann sie nicht sein. Sie soll erst warten bis die Bälger groß sind, sie werden Drogen nehmen, Sex haben, Kinder bekommen – Heavy Metal hören, ungehorsam sein. Sie soll nur abwarten. Wir haben heute den 30. Morgen kommt bestimmt wieder Herr Mülller. Er weiß es bestimmt schon, er ahnt es. Wie ein Aasgeier. Natürlich ahnt er es, alle anderen Mieter sind reich, auch Frau Schmitz mit ihren tollen Bälgern. Sie bezahlen immer 5 Tage vor Monatsende. Sie haben ja so viel Geld, sie protzen damit. Sie sollen ja acht geben, der Fiskus schnappt sich schon das Geld. Sie müssen nur aufpassen. Bald ist es Abend. Ich hab nichts mehr zu essen, ich leg mich früh schlafen. Ich versuch es. Villeicht klappt es ja heute, 2h Schlaf. Das wäre schonmal was. Der Weg der Besserung; quatsch. Dir wird es nicht besser gehen solang die Welt so bleibt. Ihre ekelhafte Glücklichkeit. Alles ist so vorhersehbar,aufgesetzt – das ist so widerlich.
Ich lege mich schlafen, in mein altes Bett, das knarrt wenn man sich auf es legt. Die Matratze müsste auch erneuert werden, ich hab doch eine Allergie.
Meine Nase füllt sich mit Schleim weil die Milben unbedingt rumscheißen müssen. Meine Augen schwellen an, tränen fließen. Ich will nicht mehr, ich möchte einfach nicht mehr. Ich ziehe es heute durch, ich mach Schluss.Ich habe noch Schmerzmittel. Ich bringe mich um. Ich gehe ins Bad und nimm sie mir. Ich traue es mich nicht. Ich lass jetzt einfach Wasser laufen. Es reicht, die halbe Wanne. Mein Rasiermesser, wie war das nochmal entlang der Pulsadern oder dagegen. Ich nehme die Tabletten, schneide mir mit dem Stumpfen Rasiermesser entlang meiner Arme. Ich merke wie sich die kantige,stumpfe Klinge in mein Fleisch frisst und das Blut strömt. Mir wird schwindelig, gleich ist es vorbei. Ich habe Ruhe, endlich.

[Absichtlich übertrieben]
Es handelt sich hierbei nicht um eine Anleitung. Die Selbstmordszene ist Teil der Geschichte und sollte auf keinen Fall als Anleitung,Hinweis oder Ermutigung dienen. Selbstmord ist keine Lösung. Diese Geschichte handelt von einer fiktiven Person in einer fiktiven Welt. Der Autor distanziert sich ausdrücklich von einem „Anleitungscharakter“ der Geschichte.

Familienurlaub

Bis jetzt ging es immer gut; es hat mir immer Spaß gemacht. Urlaub mit der Familie. Ich habe diese Einstellung jedoch verändert. Es ist das ödeste was einem passieren kann, mag aber auch villeicht auf das Reiseziel ankommen.

Holland ist schön, erholsam – Schafe, Fahrrad fahren, Spaziergänge. Die Kultur dort ist auch relativ nett.

Das war der grausamste Urlaub den ich bis jetzt je gemacht habe. Mein Bruder wird krank, liegt mit 39°C Fieber im Bett, mein Vater stürzt beim Rennradfahren und zieht sich eine Fraktur des Mittelhandknochens des Zeigefingers zu. Unfallverursacher? Ich habe Teilschuld, vielmehr aber die zwei netten jungen Holländer die die komplette Radstrecke blockiert haben, obwohl die Strecke mit einem Mittelstreifen markiert war.

Dicke Luft zwischen mir und meinem Vater, da ja ich der

Maßgebliche Unfallverursacher

war. Wenn man schon bevor der Urlaub gebucht wird ein ungutes Gefühl hat, sollte man lieber aussteigen und die Tage mit den Freunden verbringen. Das wäre weitaus erholsamer gewesen.

Beim nächsten Urlaub werde ich dabei sein, Mallorca – schöne Insel und eigentlich immer Problemfrei gewesen. Mal sehen wie es dieses Jahr wird, ich bin sehr gespannt.

Nervend.

Mich nervt meine Lampe, weil sie mich blendet
Mich nerven die Bässe meiner Anlage, weil sie zu dumpf sind
Mich nervt meine Tastatur, weil ihre Tasten fettig sind
Mich nervt die Webcam, weil sie unordentlich herumsteht
Mich nerven die Personen die mich zu Hauf über ICQ anreden
Mich nervt die Langeweile die mich quält
Mich nervt die fehlende Kreativität von mir die nicht zurück kommen will
Mich nervt alles!

So und nicht anderes fühl ich mich im Moment, ein gresslicher Zustand. Nichts tuend rumsitzen, Zeit vergeuden, schlecht gelaunt sein und Freunde vergraulen. Musik mit gleichbleibenden Takt und kräftigen Bässen hören. Ungepflegt,ungewaschen,unrasiert mit schlechtem Atem auf den Bildschirm starrend. Isoliert zu Hause wachend.

Die Zeit vergeht und ich jammer rum, nichs tuend. Ich quengel weil ich Single bin, weil mir langweilig ist.
Aber Eigeninitiative ergreif ich nicht. Worauf warte ich eigentlich?

Telekomfritzen

Heute war es soweit, mein NTBA wurde vom Herrn Telekom untersucht und für gesund erklärt. Das ist aber irrelevant.

Was relevant ist, ist der Telekomtechniker. Der gestrige Tag war total zum kotzen, der heutige Tag scheint besser zu werden; dafür danke ich der Telekom. Wenn ich solch unfreundliche,unzufriedenen,depressive Menschen wie den von der Telekom sehe, da gehts mir schlagartig besser. Da seh ich dann an einem lebenden Beispiel, mir gehts doch nicht so beschissen.

Außerdem, so „Ich-hasse-mein-Leben-für-alle-Zeit“ Phasen gehen relativ schnell vorrübere, zum Glück!

Ab jetzt ruf ich jedes Mal wenn es mir beschissen geht die Telekom herbei, die schicken dann wieder so einen unfreundlichen Fritzen raus und mir geht es wieder gut.

Ich muss es selber schaffen mir in den Arsch zu treten, ich muss es schaffen nicht so zu werden wie die von der Telekom, dann habe ich mein Ziel im Leben erreicht.

Glück auf!

Leben stinkt – zumindest heute

Diese Tage hasse ich; sie sind unproduktiv, langweilig und alles nervt einen elendig.

Ich versuche diese Tage zu präventieren, mit ständiger Beschäftigung, aber dann passiert es doch; sie sind da!

Ich rede von Tagen an denen man zu nichts Lust hat, an denen man die Welt und ihre Individuen die in ihr herumschwirren einfach hasst.

Ich habe bis 12:00 Uhr geschlafen, hatte eine Pizza zum Mittag und hab wahrscheinlich mein NTBA in den Elektronik Himmel geschickt; mein Zimmer sieht grausam aus, zumindest sagt das meine Mutter und angenehm riech ich auch nicht. Mein Gesicht verwuchtert, Stoppeln dringen ans Tageslicht und schreien nach der Rasierklinge.

Das Bedürfnis nach Zuneigung ist auch an einem nicht mehr messbaren Punkt.

Ich verabscheue im Moment wirklich jede hunderstel Sekunde des jetzigen Tages. Bevor ich jetzt weiter versinke hör ich auf zu schreiben.

Da ich mich gerade mit meiner Mutter streite, habe ich beschlossen weiter zu schreiben und ein paar Zitate zum besten zu geben.

Es gibt nicht nur Vergnügen – es gibt auch Pflichten

Wie ich diese Auseinandersetzungen hasse, es geht immer ums gleiche. Heute ist es mal wieder die liebe Ordnung. Meine Eltern sind Überordentlich; besonders mein Vater.

Da muss alles an seinem Platz sein. Also meine Eltern sind keine Symmetriefetischisten; aber sie sind überdurschnittlich ordentlich.

Gleich kann ich mir noch

was vom Pappa anhören, aber zu Recht!

Genug.