Archiv für August 2005

Selbstherbeigeführte Niedergeschlagenheit

Ich hatte es mir feste versprochen, nie wieder in jemanden aus dem Internet verlieben. Ich kenne das Klischeedenken, das verpöhnte Internet als Partnerbörse. Im Internet laufen nur Pädophile, Perverse und andere die aus dem Fähreboot Charons geflüchtet sind, herum. Freundschaften über das Internet sind für viele, nichts wirkliches, eine einfache Bekanntschaft. Wenn man sagt, das man Freunde im Internet hat, wird man meistens nur belächelt.

Das ist jedoch noch harmlos, was ist wenn man sich in jemanden verliebt? Nein, das passiert überhaupt nicht weil man sich über das Internet nicht verlieben kann. Das sagen die, denen es noch nie passiert ist. Mir ist es passiert, ich bin verliebt.

Ich kenne sie seit 9 Monaten, ich habe sie vor kurzem besucht und man sollte es als wirkliche Fernbeziehung beschreiben. Über 500km die einen trennen sind hart. Gestern bin ich zurückgekommen, erst als ich weg war, ist mir klar geworden das ich wieder alleine im Bett liegen werde, das ich sie nicht mehr umarmen kann, das ich sie nicht mehr küssen kann wenn wir aufwachen.

Ich bin zu Hause, alles wie beim alten, ein Foto von uns liegt vor mir und die Gespräche mit ihr per Webcam trösten mich etwas über die Trauer der „Trennung“ hinweg.

Es waren 3 Tage, die bis jetzt glaube ich schönsten in meinem Leben.

[Datum falsch]

Selektierung fehlgeschlagen

Mann hat jetzt Freundin, Mann ist glücklich, Mann will Sex.

Ich sah mich immer als jemand, der nicht dem Normalkonstrukt Mann/Junge entsprach, aber wie ich vor ein paar Wochen feststellte, bin ich nichts anderes. Genau wie jeder andere, denke ich ab einem gewissen Punkt nur mit dem Schwanz. Ja, genau, total Hormongesteuert, das Hirn ist tot. Wenn man vorher gedacht hat, man wäre anders, dann haut einen das besonders um.

Man kuschelt im Bett, es wird immer wilder, Mann ergreift die Initiative und geht mit der Hand, leicht wenn auch bestimmend in Richtung Süden, ohne dabei zu merken das es das erste Treffen überhaupt ist, nach dem ganzen chatten.

Sie wusste was sie wollte, undzwar das meine Hand da noch nichts zu suchen hat. Sie war verständnisvoll und sagte es freundlich. Ich allerdings, stellte mich selbst sehr in Frage. Wie konnte ich das nur tun? Das sollte kein One-Night-Stand werden, das ist verdammt nochmal deine Freundin.

Ich habe mit ihr Stunden darüber gesprochen, sie zeigte sich wie immer verständnisvoll, es war O.K., der Fehler war O.K. für sie. Er ist aber immer noch nicht O.K. für mich. Ich habe sie wie jemand für eine Nacht behandelt, nicht von der Art wie ich sie angefasst habe, aber von der Art was ich gemacht habe; ich wollte an ihren Slip.

Ich glaub noch tiefer hätte ich nicht sinken können. Petting ist O.K., aber nicht beim ersten Treffen. Geduld ist das wichtigste was es gibt, Zeit lassen.

Alltag

Ich bin auf der neuen S
chule, der Stundenplan ist zum erbrechen, die Lehrer dafür aber anscheinend durchaus kompetent, wobei kompetente Lehrer?

Mein Freundschaftskreis zerschießt sich allmählich, die einen werden arrogant, die anderen einfach nur nervtötend. Wobei das teils die eigene Entwicklung beeinflusst aber auch durchaus von den Leuten selbst kommt.

Alle gehen woanders hin, Ausbildung, Schule oder in den Elternhausruhestand. Nunja, viel läuft eigentlich Scheiße, aber es Leben ist wieder ganz ertragbar geworden (war’s vorher eigentlich auch, aber ich hab mir eingeredet dass das Leben nicht ertragbar ist).

Ich habe endlich eine Freundin, ich möchte aber keine Details nennen, das nervt einfach (mich nicht, aber euch, als Leser [wenns überhaupt welche gibt; KOMMENTARE?!]). Das einzige Detail das ich nennen kann und möchte ist, das sie weit weg wohnt.

Zwischen Leistungsangst, Liebe und ab und zu viel Wut, geht’s mir echt gut. Ich war seit langem mal wieder krank, aber nur kurz. Klein aber Fein. Fieber,Halsschmerzen,Kotzen,Gliedschmerzen,Unterleibsschmerzen,Magenkrämpfe.

Ein kleines resumé, ich meld mich demnächst mal wieder.