Ich im Spiegel

Ich schaue in den Spiegel, in der Erwartung eine unverzerrte Reflexion meines Äußeren zu sehen.

Ich schaue in den Spiegel um mein Ich zu sehen, mich so zu sehen wie mich andere in ihrer Betrachtung bewerten.

Der Spiegel gibt das wieder was er sieht, der Spiegel ist ehrlich zu mir. Der Spiegel weiß nicht zu belügen, zu betrügen, zu berauben.

Ich schaue in die Menschen.
Sie belügen, betrügen und berauben.
Sie geben nicht wieder was an Licht in ihre Iris fällt.
Sie geben das wieder, was wir hören, oder vielleicht nicht hören wollen?

Wollen wir die Wahrheit hören, oder die Lüge?
Wollen wir das hören was für uns besser ist oder die Wahrheit?

Die Lüge die durch gesellschaftliche Höflichkeit konstruiert wird.

Sie belügen mich.
Sie betrügen mich.
Sie berauben mein Ich so wie es ist und gaukeln mir wie ein Hofnarr eine fremde Wirklichkeit vor.

Der Spiegel.
Die Menschen.

Wirklichkeit.
Lüge!