Archiv der Kategorie 'So ist das! Oder doch nicht?'

Yeah! Vermeintliche Freizeit.

Ich habs geschafft, nach zahllosen Stunden des lernens habe ich endlich die Matheklausur hinter mir. Jetzt kommt noch der Rest. Heute hab ich aber mal frei! Ist schon ein tolles Gefühl, zu wissen das man nichts machen muss. Ich denke das war aber relativ wenig Arbeit – es wir immer mehr werden. Naja, ich hab mir ja den Weg ausgesucht. Ich glaub ich bin Heute so in der Laune des shortbloggings. Aber jetzt mach ich frei!

Angst schon vor dem Anfang?

Mir fällt es immer öfter auf, ich bin ein Pessimist. Ich hab eine Freundin die ich liebe und mache mir jetz schon Gedanken wie grausam die Trennung für mich wäre. Woher kommt die Angst? Ist das Glück so groß das man es nicht glaubt es gefunden zu haben? Also Unglück durch Glück? Alle sagen ich soll im hier und jetzt leben, aber das klappt irgendwie bei mir nicht. Ich denke an gestern,heute und morgen. „Genieße es so lange es dauert“, hab ich auch schonmal gehört, ich will das es aber verdammt lange dauert. Glück sollte man festhalten aber nicht zerdrücken, was soll ich anstellen das eine Beziehung verdammt lange hält? Besonders bei den Umständen. Eigentlich hasse ich ja dieses Geschwafel, das ist so pubertär. „Ich liebe dich so sehr, kann nicht ohne dich leben …“.

Warum darf ich das aber nicht sagen? Weil ich mit der Zeit lerne das Beziehung nur eine bestimmte Zeit dauern? Wer bestimmt das denn? Die die in der Beziehung sind, also muss es möglich sein die Beziehung eine lange Zeit zu erhalten.

Villeicht mach ich mir auch die Gedanken weil ich auf den Trennungsschmerz stehe, geistiger Masochismus. Das bezweifele ich aber eher.

In manchen Dingen bin ich pubertär – oder sogar allen, nur ich weiß bzw. merke es nicht. Im Grunde ist es egal, ich werde noch früh genug erwachsen.

Depressiv

Ob es so einem depressiven Mensch geht? Ich hab mal eine kleine „Geschichte“ geschrieben.

Müdigkeit, Lustlosigkeit und ständige Stimmungsschwankungen begleiten einen durch den Tag. Kann ich mir das Baguette leisten, das sieht so appetitlich aus, wie es da liegt, mit Käse und Schinken, frischem Kopfsalat und Majonaise. Nein Ich kann es mir nicht leisten, es ist zu teuer, ich bin eh zu dick. Ich muss abnehmen, ich bin nicht der/die SchönsteR. Es sieht aber so lecker aus. Ich kann es mir nicht leisten, ich habe keinen Job. Ich muss die Miete bezahlen können, sonst kommt Herr Müller wieder. Nein ich möchte nicht schonwieder mit Herrn Müller darüber reden, das ich die Miete nicht zahlen kann. Er muss doch denken wie erbärmlich ich bin, da auf meinem alten Bett sitzend. Ich bringe mich am besten um, dann habe ich endlich keine Sorgen mehr, ich bin befreit. Der Tod befreit mich, ganz sicher. Ich hab Angst vorm Tod, was wird mit mir sein? Ich werde verbrannt, ich bin doch nur Sozialhilfeempfänger, Hartz IV. In eine Urne komme ich, in ein kleines Grab, das verwuchert. Ich werde vergessen, mich liebt niemand, ich habe keine Freunde die weinen könnten. Warum schaut der Mann mich im Supermarkt so an, ich sehe hässlich aus, das weiß ich doch. Schaut er auf meine verheulten Augen, auf meine Augenringe die ich tagtäglich strapaziere, weil ich nicht schlafen kann. Er denkt bestimmt das ich Drogen nehme, so wie ich aussehe, wie jemand der Drogen nimmt. Wieso bin ich in den Supermarkt gegangen, ich weiß das ich es nicht schaffe. Dr. Meinerz hat es mir doch gesagt, ich soll gehen. Er hat nicht Recht, ich schaff es nicht. Die Blicke, die Gedanken. Warum mache ich das, er ist doch nur Arzt, er weiß doch gar nicht was die Leute denken. Was sie von mir halten. Ich gehe jetzt nach Hause, ich muss nur noch an der Kassiererinn vorbei, nur noch 100m die Straße runter und dann links. Ich hoffe das Frau Schmitz nicht im Treppenhaus ist, sie würde mir über ihre Kinder erzählen, wie süß sie doch sind. Ich kann das nicht, dieses getue. Dieses erbärmliche getue. Sie ist nicht glücklich, das kann sie nicht sein. Sie soll erst warten bis die Bälger groß sind, sie werden Drogen nehmen, Sex haben, Kinder bekommen – Heavy Metal hören, ungehorsam sein. Sie soll nur abwarten. Wir haben heute den 30. Morgen kommt bestimmt wieder Herr Mülller. Er weiß es bestimmt schon, er ahnt es. Wie ein Aasgeier. Natürlich ahnt er es, alle anderen Mieter sind reich, auch Frau Schmitz mit ihren tollen Bälgern. Sie bezahlen immer 5 Tage vor Monatsende. Sie haben ja so viel Geld, sie protzen damit. Sie sollen ja acht geben, der Fiskus schnappt sich schon das Geld. Sie müssen nur aufpassen. Bald ist es Abend. Ich hab nichts mehr zu essen, ich leg mich früh schlafen. Ich versuch es. Villeicht klappt es ja heute, 2h Schlaf. Das wäre schonmal was. Der Weg der Besserung; quatsch. Dir wird es nicht besser gehen solang die Welt so bleibt. Ihre ekelhafte Glücklichkeit. Alles ist so vorhersehbar,aufgesetzt – das ist so widerlich.
Ich lege mich schlafen, in mein altes Bett, das knarrt wenn man sich auf es legt. Die Matratze müsste auch erneuert werden, ich hab doch eine Allergie.
Meine Nase füllt sich mit Schleim weil die Milben unbedingt rumscheißen müssen. Meine Augen schwellen an, tränen fließen. Ich will nicht mehr, ich möchte einfach nicht mehr. Ich ziehe es heute durch, ich mach Schluss.Ich habe noch Schmerzmittel. Ich bringe mich um. Ich gehe ins Bad und nimm sie mir. Ich traue es mich nicht. Ich lass jetzt einfach Wasser laufen. Es reicht, die halbe Wanne. Mein Rasiermesser, wie war das nochmal entlang der Pulsadern oder dagegen. Ich nehme die Tabletten, schneide mir mit dem Stumpfen Rasiermesser entlang meiner Arme. Ich merke wie sich die kantige,stumpfe Klinge in mein Fleisch frisst und das Blut strömt. Mir wird schwindelig, gleich ist es vorbei. Ich habe Ruhe, endlich.

[Absichtlich übertrieben]
Es handelt sich hierbei nicht um eine Anleitung. Die Selbstmordszene ist Teil der Geschichte und sollte auf keinen Fall als Anleitung,Hinweis oder Ermutigung dienen. Selbstmord ist keine Lösung. Diese Geschichte handelt von einer fiktiven Person in einer fiktiven Welt. Der Autor distanziert sich ausdrücklich von einem „Anleitungscharakter“ der Geschichte.

Familienurlaub

Bis jetzt ging es immer gut; es hat mir immer Spaß gemacht. Urlaub mit der Familie. Ich habe diese Einstellung jedoch verändert. Es ist das ödeste was einem passieren kann, mag aber auch villeicht auf das Reiseziel ankommen.

Holland ist schön, erholsam – Schafe, Fahrrad fahren, Spaziergänge. Die Kultur dort ist auch relativ nett.

Das war der grausamste Urlaub den ich bis jetzt je gemacht habe. Mein Bruder wird krank, liegt mit 39°C Fieber im Bett, mein Vater stürzt beim Rennradfahren und zieht sich eine Fraktur des Mittelhandknochens des Zeigefingers zu. Unfallverursacher? Ich habe Teilschuld, vielmehr aber die zwei netten jungen Holländer die die komplette Radstrecke blockiert haben, obwohl die Strecke mit einem Mittelstreifen markiert war.

Dicke Luft zwischen mir und meinem Vater, da ja ich der

Maßgebliche Unfallverursacher

war. Wenn man schon bevor der Urlaub gebucht wird ein ungutes Gefühl hat, sollte man lieber aussteigen und die Tage mit den Freunden verbringen. Das wäre weitaus erholsamer gewesen.

Beim nächsten Urlaub werde ich dabei sein, Mallorca – schöne Insel und eigentlich immer Problemfrei gewesen. Mal sehen wie es dieses Jahr wird, ich bin sehr gespannt.

Wie seh ich den aus?

Ich glaube es macht mir Spaß zu denke das ich nicht gerade hübsch bin. Ich quäle mich selber mit ständigen Fehlern die ich an mir finde. Das zu kurze linke Bein, die rechte rausstehende Rippe oder die Brustdrüse die allmählich wächst und das unproportional zur linken. Dann haben wir noch meine „abgeknickte“ Bauchlinie und eine Buckelhaltung verursacht durch zu viel PC-Konsum.

Das war jetzt erstmal mein Korpus (!), da kommt noch jede Menge mehr, aber damit mülle ich diesen Text nicht mit zu.

Ich kenne viele die sagen ich sähe total…

super

schnucklig

süß

oberschnitten mäßig

aus. Aber ob ich ihrer subjektiven Meinung glauben soll? Manchmal tu ich das. Dann fühl ich mich toll, euphorisch, dann bin ich das Alphamännchen (ich fühle mich zumindest so) . Aber manchmal glaube ich das nicht, dann fühl ich mich wie das kleine verstoßene, hässliche Entlein.

Aber wir wissen dass das Entlein gar nicht hässlich ist. Eine Mixtur von Gefühlen treibt mich selber in den Wahnsinn. Seh ich nun annehmbar aus oder nicht? Wieder eine eigentlich total sinnlose Frage, die aber doch beantwortet werden muss.

Warum muss sie den beantwortet werden? Ich weiß es selber nicht, damit ich mich mit dem gesellschaftlichen Schönheitsideal vergleichen kann?

Ich denke doch mal, obwohl ich eigentlich ein ziemlicher Gegner davon bin.

Da denkt man, man hätte sich mal etwas von dem Mainstream getrennt und dann entdeckt man das man doch noch eingespannt ist.

Immer nur so Halbwahrheiten, das nervt.

Ich find mich hässlich. Peele mich,benutze Feuchtigkeitscremes und achte darauf gut angezogen zu sein. Das ist irgendwie ein Widerspruch.

Eitel sein find ich eigentlich schrecklich, aber anscheinend bin ich es!
Progressiv ist das nicht, überhaupt nicht.

Ich finde den Mainstream grausam, sagt mein bewusstes Ich. Das Es sagt ich find den gut, weil die ja alle schön sind. Das geht mir mit vielen Dingen so; eigentlich vertrete ich die Meinung aber mein Unterbewusstsein spielt da nicht so mit.

Ich vergleiche mich mit Schönheitsidealen, da kann ich mich schon für hassen.

Die Frage mit dem Aussehen lass ich einfach mal so stehen.